»CVJM Rockt« in Winnenden (Musik für uns)

05.09.2011 17:51 von Tim Schächterle (Kommentare: 0)

50 Jahre CVJM Winnenden, das muss gefeiert werden. Das haben sich auch die CVJMler gedacht und kurzerhand ein kleines Festival mit einem sehr guten Line-Up auf die Beine gestellt.

So durfte erst mal Lea Braun auf die Bühne, allerdings haben wir davon nichts mitbekommen, da wir im Backstage-Bereich mit Sacrety ein kleines Interview gemacht haben. Das war auch sehr lustig und die Jungs gaben super ausführliche Antworten, als aber dann Assigned, eine der Gewinner des Eigensinnich-Vorentscheids, auf der Bühne angefangen haben ihren ersten Gitarren-Riff zu spielen, war das Interview auch sehr schnell vorbei. Förmlich weggerannt sind uns die Jungs von Sacrety, um die Band spielen zu hören und so haben wir uns natürlich auch vor die Bühne begeben um uns diese Combo anzuhören.

Mit einem Mix aus Screamo und Hardrock dreht Assigned auch richtig auf und lässt es krachen. Ein bisschen zu kurz kommen dabei die etwas melodischeren Parts in den Liedern, was sicher dem einen mehr und dem anderen weniger liegen mag. Dass die Band noch wenig Bühnenerfahrung hat, hat man daran gesehen, dass sie ein bisschen Anlaufzeit gebraucht haben, um das Publikum zum Mitmachen anzuspornen. Nichts destotrotz eine sehr gute Band, die vor allem den Fans der etwas härteren Schiene sicher gefällt.

Nachlegen durfte Lifetape, die noch vom ersten Eigensinnich-Contest bekannt und in letzter Zeit etwas untergetaucht sind. Doch beim CVJM Rockt waren sie zurück mit einer neuen Platte im Gepäck und unglaublich viel Energie auf der Bühne. Die fünf Jungs von Lifetape sind auch auf der neuen Platte ihrem Stil treu geblieben und spielen Deutschrock. Die Lieder gehen schnell ins Ohr und wollen da auch nicht mehr ganz so schnell weg. Das gefällt natürlich auch dem Publikum, das bei so gut wie jedem Lied mit geklatscht hat, und still gestanden ist sowie so keiner. Zwar hat das Publikum das mit der Wall of Death nicht so ganz verstanden, als es sich bei dem langsamsten Lied des Sets der Band in zwei Hälften geteilt hat, so dass Sänger Johannes einmal zur Technik und wieder zurück laufen konnte, doch wurde auch die Situation gekonnt mit den Worten „Stellt euch doch mal wieder zusammen“ gelöst.

Man hat der Band auf jeden Fall den Spaß angemerkt, den sie auf der Bühne haben und diese Energie hat sich auch aufs Publikum übertragen. Auch wenn Lifetape nicht so oft spielen, ist diese Band mit ihren hochkarätigen Texten und energiegeladenen Melodien eine Top-Band und hoffentlich in nächster Zeit auch mal wieder öfter auf den Bühnen zu sehen.

Weiter ging es mit Sacrety, die wohl bekannteste christliche Band Deutschlands im Moment (beim CVJM rockt Konzert). Allerdings war die Besetzung ein wenig schmaler als sonst, da der Keyboarder Chris arbeiten musste und somit nicht dabei war. Ersetzt wurde er gekonnt vom Computer, was einwandfrei funktionierte und auch fast gar nicht auffiel.

Trotz des fehlenden Bandmitglieds war die Show nicht weniger erfolgreich und das Publikum powerte sich zusammen mit den Musikern einmal aus. Gewohnt gut spielten Sacrety Lieder von ihrem neuen, sowohl als auch von ihrem alten Album. Immer besser schafft es dabei auch das Publikum, die neuen Lieder mitzusingen. Beim Lied „Flying against the wind“, was Sänger Fabi als eine inhaltlich interpretierte Version von „Sei ein lebendger Fisch“ betitelte, ersetzte Frieder (Stagehand von Sacrety & hat auch selbst eine Band) den Chris beim Tanzen auf der Bühne. Das Publikum bekam auch noch die Wall of Death, die es bei Lifetape ein wenig in den Sand gesetzt hatte und eine Zugabe spielte Sacrety auch noch.

Doch Sacrety war noch nicht das Ende und manch einer im Publikum hatte schon fast keine Puste mehr für Make Up Your Mind, unsere alten Bekannten aus Holland.

Schon lange hat sich MUYM nicht mehr in Deutschland blicken lassen und umso mehr hat sich auch die Band gefreut, endlich mal zurück in Good Old Germany zu sein. Mit einer etwas neuen Besetzung, da Saxophonist Frans aufgehört hat, für den aber ein sehr guter Ersatz gefunden wurde, schaffte es die Band trotzdem, das Publikum zum Tanzen zu bringen. Bei Make Up Your Mind steht kein Bein still, weder auf der Bühne noch im Publikum.

Mit im Gepäck hatte die Band sowohl alte Lieder wie Broken Van, aber auch ein ganz neues Lied, das sie zum ersten Mal an dem Tag in Deutschland gespielt haben. Auch Tuptedup war in der Set-List der Band und etwas erschrocken merkten sowohl die alt eingesessenen Fans wie auch die Band selbst, dass so gut wie das ganze Publikum das Lied nicht mehr kannte. Doch was man nicht kennt kann man schnell kennen lernen und so machte nach ein, zwei Anläufen doch das ganze Publikum mit.

Grade da MUYM so lange nicht mehr in Deutschland gespielt hatten, merkte man mal wieder wie unglaublich gut diese Band ist und mit welchem Charisma die Lieder rübergebracht werden. Es ist fast schon schade, dass diese Band in der letzten Zeit in Deutschland etwas untergegangen ist.

Zum Schluss kamen nochmal die kompletten Bands auf die Bühne zu Make Up Your Mind und ein gemeinsames Awesome God rundete das gelungene Festival ab.

Zwar war das Publikum insgesamt nicht so groß, aber die etwa 200-300 Besucher hatten ihren Spaß und der CVJM Winnenden hat sein Jubiläum gebührend gefeiert.

Quelle: Musik für uns / 03.06.11 / Verena Bächle

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